Donnerstag, 2. August 2012

Diesmal eine kleine Geschichte:

Die Sonne steht kurz über dem Horizont. Der Himmel ist tiefblau und doch mit den schönsten Farben durchzogen. Ist es abends oder morgens? Ich weiß es nicht mehr. Zu schlaftrunken laufe ich durch die weiten Felder meines Heimatdorfes. Es muss das Morgengrauen sein, denn der Nebel über dem kurzgeschnittenen Weizen lichtet sich. Die Sonne lässt ihn sich auflösen.
Dort! Nun sehe ich die große Eiche wieder die ich als Kind so geliebt habe. Rauf und wieder runter. Die Eiche musste meine Kletterei ertragen.
Ich gehe zu ihr und besteige die Stufen, die ich vor vielen Jahren mit dem Holz und den Nägeln aus Opas Werkzeugkammer dort angebracht habe. Halten sie mich noch? Es scheint so.
Nun sitze ich oben, kann die ganze Welt überblicken. Dachte ich als Kind. Heute weiß ich, dass es nur ein sehr kleiner Teil der Welt ist. Doch es ist meine Welt. Meine Heimat. Das kleine Dorf mit den weiten Feldern.
Jedesmal komme ich hierhin zurück. Zum Nachdenken, Entspannen und Erinnern.
Reines Gedankenspiel
mit sich selbst
Keine klare Richtung
und doch bestimmt
Nur ein Experiment
und doch Realität
die unergründlichen Dinge erforschen
das tiefste Ich
Doch wirst du immer
mehr über andere
als über dich selbst
wissen.

Magischer Ort

Es glitzert der Bach
strömt dahin
leises Geplätscher
sonst nichts.

Die Sonne wärmt
all unsere Glieder
bricht sich im Wasser
zu schön.

Ringsherum Wald
die Vöglein singen
ein friedlicher Ort
zum Verweilen.

Er ist geschaffen
für uns zwei
oder für andere
die genießen.

Hier ist man frei
von lästigen Gedanken
die Natur besänftigt
lässt los.

Ein magischer Ort
aber doch normal
doch gerade das ist es
was verzaubert.